22.05.2022

Der Tag verspricht sonnig zu werden und wir stehen daher gerne um 8 Uhr auf und befinden uns nach dem Müsli-Frühstück um etwa 9:30 Uhr auf dem ziemlich leeren Parkplatz des Lava Center. Der Eintritt liegt bei etwa 21 Euro, aber die Ausstellung inklusive Kurzfilm sind wirklich sehr informativ.

Interaktive Komponenten gemischt mit klassischen Exponaten, sowie Simulationen von Erdstößen oder der Zeitreise durch die Jahrmillionen der Entstehung Islands. Wirklich beeindruckend.

Der nächste Stopp an diesem herrlich sonnigen Tag ist der Seljalandsfoss, nebst zwei weiteren Wasserfällen in direkter Nachbarschaft. Jeder einzigartig. Am Seljalandsfoss kann man hinter dem Wasservorhang herum gehen, einer der anderen Fälle (Gljúfurárfoss) stürzt im Verborgenen von hoher Kante in eine Höhle und fließt von dort heraus ans Licht. Für dieses Vergnügen darf man am Parkplatz 5 Euro bezahlen. Sozusagen drei Wasserfälle für 5 Euro. Als Gegenleistung hab ich dann auch einen Holzpfosten beim Parken krumm gefahren.

Nun steht uns der Sinn nach etwas Natur und Ruhe. Wir biegen wir von der Ringstraße auf die Straße Nr. 242 ab, die schon kurz danach in Schotter übergeht und nach 3 km auf einem Parkplatz endet, von wo aus man in ca. 20 Minuten über Geröll und Pfade zum Seljavallalaug wandern kann, einem offenen warmen Bad aus dem Jahr 1923. Das Becken ist einfach, die Umkleiden ebenfalls. Es sind keine sonstigen Einrichtungen vorhanden. Dafür ist die Aussicht grandios: Das Becken ist umgeben von den jäh aufragenden Berghängen, zu allen Seiten von Rinnsalen durchzogen. Gespeist wird das Becken über einen Schlauch aus dem permanent warmes Wasser einfließt, ein Überlauf sorgt für den Austausch. Zusätze wegen Keimen sind aufgrund des Schwefelgehaltes nicht erforderlich. Ein echtes Naturbad.

Nach rund einer Stunde mit anderen kommenden und gehenden Gästen gehen auch wir wieder zurück zum Auto. Schon kurz darauf passieren wir den Skógafoss, den wir allerdings nicht extra besichtigen. Es tritt bei uns allmählich doch eine gewisse Sättigung an Wasserfällen ein.

Als nächstes stillen wir daher unseren Hunger bei einer Rast vor einer Vogelhöhle, ehe wir uns dann am Kap Dyrhólaey, der Südspitze Islands, noch einmal zu Fuß zu einem Spaziergang über die dortigen Klippen aufmachen. Bei noch immer herrlichem Wetter erfreuen wir einer tollen Sicht hinaus auf den Nordatlantik und die Küstenlinie, durchsetzt mit vorgelagerten Felsklötzen in teils bizarren Formen und Toren, die von zahlreichen Vögeln okkupiert sind.

Wir fahren danach direkt weiter nach Vik i Mýrdal auf den sehr gut ausgestatteten Campingplatz mit großem, angenehmem Aufenthaltsraum und WLAN/Wifi, das wir lange nutzen (ich schaffe es, drei Artikel zu veröffentlichen, 14.-16.5.). Der Platz wird im Lauf des Abends immer voller und am Ende ist eine sehr lebhafte Gruppe junger spanischer Touristen im Aufenthaltsraum dominierend.

Campingplatz Vik i Mýrdal

Auch wenn der Tag voller Sonne mitunter T-Shirt und kurze Hosen ermöglichte, am Abend wird es doch wieder empfindlich kalt. Wir gehen wieder gegen Mitternacht schlafen bei noch immer klarem Himmel.

Blau eingezeichnet die zurück gelegte Strecke – (raw Map by OpenStreetMap.org)

Km-Stand: 207.003 (109 km gefahren)

Tag 23 – Ein sonniger Tag an der Südküste

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