Ergänzung 1 – Der Ordnung den Boden bereiten
Im Beitrag zum (flexiblen) Umbau zum CamperVan meines 1996-er Nissan Serena C23 habe ich beschrieben, wie ich für dieses Fahrzeug eine (herausnehmbare) CampingBox hergestellt und eingebaut habe.
Im Praxiseinsatz zeigte sich, dass die unter der Sitzbank bzw. unter dem Bett verstauten Dinge sich während der Fahrt gerne selbständig machen und meist in Kurven seitlich verrutschen. Damit das künftig weniger passiert, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie eine mit wenig Aufwand herstellbare und jederzeit leicht rückbaubare Lösung dafür aussehen könnte.
So reifte die Idee, auf dem Boden ein dünnes Brett mit einem darauf geleimten Rahmen und Zwischenstreben zu fertigen und einzupassen. Damit das Brett selbst nicht verrutscht, wird es mit zwei Eisenbügeln an der unteren Querlatte der CampingBox einfach eingehängt:
Das hält die Gegenstände natürlich nicht „bombenfest“ an Ort und Stelle, aber für die meisten „normalen“ Fahrsituationen sollte es ausreichend Halt bieten. 😉
Die folgenden Bilder zeigen, wie sich Sitzbank und Bett darüber entfalten lassen:
Auf den nächsten Reisen wird sich zeigen, ob sich diese Lösung bewährt! 🙂
Ergänzung 2 – Heckklappe auf, aber trotzdem zu
Eine weitere Erkenntnis aus der Praxis ist, dass bei geöffneter Heckklappe …
- es im Innern des Fahrzeugs schnell zieht bzw. kalt wird
- oder wenn sich jemand grade darin umziehen möchte, die Privatsphäre dahin ist
- oder wenn hinten gekocht wird, das Innere immer komplett offen steht
Als Lösung für dieses Problem habe ich auf Messen für modernere Fahrzeuge wie den VW Bulli T5/T6 strapazierfähige, textile Abdeckungen gesehen, die rund um die Gummikante der Heck-Öffnung gelegt und mit Druckknöpfen oder ähnlichem befestigt sind. Auch eine Version mit extra starken Magneten war dabei.
Da es für mein inzwischen 30 Jahre altes Fahrzeug so etwas aber auf dem Markt nicht gibt, ist auch hier mal wieder Eigeninitiative und eigene Tüftelei gefragt:
Zunächst vermesse ich die Öffnung und fertige eine Schablone aus stabiler Pappe an.
Auf einem geeigneten wasserabweisenden und reißfesten Material zeichne ich dann, unter Zugabe von 3 extra-Zentimetern, die benötigte Form an und schneide sie zu. Die Zugabe dient dabei der späteren Führung einer Gummizug-Kordel im umgeklappten Saum des Materials, mit deren Hilfe es um die Öffnung gespannt werden soll.
Das Herstellen dieser Führung wird, da nähen für mich nicht in Frage kommt, mittels eines geeigneten Textil-Klebers durchgeführt. Das geschieht Abschnitt für Abschnitt unter Zuhilfenahme von kleinen Klötzchen und Gewichten zur Fixierung.
Für die Befestigung der Kordel an der Karosserie bringe ich kleine Zurrösen an den unteren Endpunkten der Heckklappen-Dämpfer, sowie unter je einer der Schrauben der beiden Heckleuchteneinheiten an.
Dass diese Abeckung nicht die ganze Öffnung bedeckt ist Absicht, denn im unteren Teil wird ja die CampingBox eingebaut. 😉
Auch diese Ergänzung wartet noch auf ihren Praxistest! 🙂
